Eiszeitkunst

Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb

 

 

Die Schwäbische Alb ist eine einzigartige archäologische Fundlandschaft, in der die weltweit ältesten Nachweise mobiler Kunst entdeckt worden sind. Nach jahrzehntelanger Forschung liegen mittlerweile über 50 aus Elfenbein oder Knochen geschnitzte Figuren sowie acht Flöten vor. Die Funde stammen allesamt aus Höhlen und haben ein Alter von 43.000 bis 35.000 Jahren. Sie gehören in die Zeit des sogenannten Aurignacien, eine archäologische Kultur während der Eiszeit.

 

 

 

Eiszeitfauna - groß und klein

Die meisten der bislang gefundenen Kunstobjekte bilden die Fauna der eiszeitlichen, steppenartigen Landschaft ab - Mammut, Wisent, Pferd, Höhlenlöwe oder Höhlenbär. Doch neben dieser Megafauna gibt es auch Darstellungen kleinerer Tiere - ein Wasservogel, ein Fisch und wahrscheinlich ein Igel.

 

 

Menschen, Mischwesen, Musik

Etwas Besonderes sind Darstellungen von Menschen sowie Mischwesen von Mensch und Tier. Weltbekannt sind die Venus vom Hohle Fels, die die älteste Frauendarstellung ihrer Art ist, sowie der Löwenmensch aus der Stadel-Höhle im Hohlenstein, ein aufrecht stehendes Mischwesen aus Mensch und Löwe.

Vervollständigt wird dieses besondere Ensemble eiszeitlicher Kunst mit dem Fund von acht Flöten. Sie sind der direkte Nachweis, dass die frühesten modernen Menschen in Mitteleuropa nicht nur mobile Kunst herstellten, sondern bereits auch Musik machten.